Mehrgenerationale Aspekte in der Suchtbehandlung
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Bei der Betrachtung familiärer Dynamiken von Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung wird in vielen Fällen deutlich, das dieses Thema bereits vorherige Generationsebenen betroffen hat und sich bestimmte familiäre Muster wiederholen. Das System hat sich mehrgenerational auf diese dysfunktionale Art der Problembewältigung eingestellt. Dies betrifft auch die Beziehungsgestaltung und damit das Leben aller anderen Familienmitglieder. So können Funktionalitäten existieren, die den therapeutischen Prozess stark beeinflussen. Im therapeutischen Prozess geht es dann um die Erkennung und Auflösung dieser Muster.
In dem Seminar werden daher verschiedene Schwerpunktbereiche beleuchtet:
- Funktionalität von Abhängigkeit auf dem Hintergrund mehrgenerationaler Muster oder was bedeutet es, fest zu halten an dysfunktionalen Lösungswegen?
- Paardynamiken in „Sucht-Familien“
- Abhängige Eltern abhängige Kinder ?
Anhand von Beispielen aus der Praxis werden diese Themen theoretisch und praktisch erörtert und der therapeutische Umgang damit aufgezeigt. Es ist erwünscht, das die Teilnehmer eigene Fälle einbringen, um die Umsetzbarkeit in unterschiedlichen Behandlungssettings diskutieren zu können.
Literatur zum Thema:
Gemeinhardt, B. (2006):
Die Funktionalität der Alkoholabhängigkeit auf dem Hintergrund
mehrgenerationaler familiärer Muster.Suchttherapie, 7,
Georg Thieme, . Stuttgart 1-7.
Gemeinhardt, B. (2007):
Familienbezogene Interventionen.
In: Klein, M., (Hrsg.): Kinder und Suchtgefahren. Schattauer , 421-430.
Gemeinhardt, B. (2007):
Mehrgenerationale Einflüsse auf die Partnerschaftsdynamik bei
Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit eine Exkursion,
Familiendynamik, 32, 229-246.
Termin:
Zeit:
Beginn 1. Tag: 10.00 Uhr
Ende 2. Tag: 17.00 Uhr
Teilnahmegebühr:
EUR 220,-
Veranstaltungsort:
Gaisbergstraße 3
69115 Heidelberg
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